Systemaufbau

Aus WikiFRANCHISE

Wechseln zu: Navigation, Suche


< Hauptseite < Franchise-System < Systemaufbau

Kategorie Franchise-System
Systemaufbau     Systementwicklung     Systemprüfung     Internationalisierung    

Systemaufbau

Die Rubrik "Systemaufbau" erläutert wichtige Merkmale, die für den Aufbau eines Franchise-Systems erforderlich sind.


Inhaltsverzeichnis

[bearbeiten] Geschäfts-Idee

[bearbeiten] Pilotbetrieb

Der Franchise-Geber muss entsprechenden dem Europäischen Verhaltenskodex für Franchising vor der Gründung seines Franchise-Netzes ein Geschäftskonzept schon in einem angemessenen Zeitraum und mit wenigstens einem Pilotobjekt erfolgreich betrieben haben. Der Pilotbetrieb ist daher die Ausgangsbasis eines Franchise-Systems in welchem die Geschäftsidee erprobt, als wirtschaftlich erfolgreich beurteilt und mit wesentlichen Erkenntnissen versehen ist, die es erlauben, dieses Geschäftsmodell in Form von Franchisen zu multiplizieren. Im Durchschnitt erstreckt sich die Testphase über zwei Jahre.

[bearbeiten] Handbuch

Das Handbuch (oder auch Handbücher) ist Bestandteil eines seriösen Franchise-Systems und beinhaltet die Beschreibung der Geschäftstätigkeit, etwaige zu beachtende Vorschriften (oder Richtlinien, Normen, etc.), die Vorgehensweise bei der Geschäftseröffnung oder auch Musterbriefe, Check-Listen oder Formulare.

Die Handbücher beschreiben das Tagesgeschäft des Franchise-Nehmers. Da es sich um detaillierten Handlungsanweisungen handelt, werden die Handbücher oftmals in den Status eines fortsetzenden Bestandteils des Franchise-Vertrages gesetzt.

[bearbeiten] Leistungspaket

Die Leistungspakete von Franchise-Systemen sollten mindestens folgende Bestandteile beinhalten:
- Warenbezugsquellen möglichst mit Preisvorteilen für Franchise-Nehmer
- Schulungskonzeptionen sowohl für den erfolgreichen Markteinstieg als auch für die Festigung und Expansion der Partnerbetriebe
- Franchise-Nehmer-Betreuung und -Gremien für die Partnervertretung
- Betriebsvergleiche und Coaching zur Erreichung der Zielwerte für die Partnerbetriebe
- Geschützes System-Know-How (Handbuch, Markenrechte, etc.)
- Franchise-Vertrag
- Gebührenpolitik (Einstiegsgebühr, Systemgebühr, Marketinggebühr)

[bearbeiten] Gebietsschutz

Der Gebietsschutz gehört zu den wesentlichen Bestandteilen einer Franchise-Partnerschaft, selbst wenn dieser für den Franchise-Geber nicht verpflichtend ist. Er beschreibt eindeutig die Region aktiv für seinen Franchise-Betrieb werben darf oder muss (wird zumeist im Franchise-Vertrag geregelt).

Die rechtliche Zulässigkeit von Vereinbarungen zum Gebietsschutz wird in Deutschland wesentlich von den gesetzlichen Bestimmungen des Wettbewerbsrechtes dominiert. Vereinbarungen zum Gebietsschutz dürfen nicht die wettbewerbliche Freiheit von Akquisitionsaktivitäten des Franchise-Nehmers behindern oder einschränken.

[bearbeiten] Stolpersteine

Stolpersteine eines Franchise-Systems können u.a. sein:
- die Geschäfts-Idee enthält kein genügend großes Alleinstellungsmerkmal
- keine genügenden Erfahrungswerte aus dem Pilotbetrieb
- Franchise-Gebiete verfügen nicht über ausreichende wirtschaftliche Potenz
- Franchise-Vertrag ist unausgewogen
- Franchise-Systemzentrale kann Betreuung der Partner nicht bewältigen


Persönliche Werkzeuge
Die Initiatoren